Erstellung eines Waldkircher Klimaschutzkonzept

mit Bürgerbeteiligung in themenspezifischen Workshops im Jahr 2019

Im Oktober 2018 hat die Stadt den Auftrag zur Erstellung des Klimaschutzkonzepts an die Energieagentur Regio Freiburg vergeben. 2019 finden neben der Datenerhebung öffentliche, themenspezifische Workshops zur Beteiligung der Waldkircher Bürgerschaft statt.

25.3.2019 Auftaktveranstaltungen und Workshop Erneuerbare Energien, Geschwister-Scholl-Gymnasium

16.5.2019 Mobilität: Wie können wir klimafreundlicher in unserer Stadt unterwegs sein? , Festhalle Buchholz

17.07.2019   Bauen und Wohnen: Planungswerkstatt - „Wie machen Sie Ihr Gebäude fit für die Zukunft und wie können Sie Energie einsparen?“, Bauinfozentrum - bizzz Elztal

18.09.2019  Umwelt, Ernährung, Land- und Forstwirtschaft, Konsum: Expertengespräch - „In Waldkirch produziert – Klima geschont?“, Festhalle Buchholz

26.09.2019 Gewerbe: Energieeffizienzdialog für Gewerbe-, Handels- und Dienstleistungsbetriebe, Gaststätten und Hotels sowie Industrieunternehmen, Sick AG Distribution Center

5.11.2019  Abschlussveranstaltung und Vorstellung der Ergebnisse, Bürgersaal Waldkirch

 

Waldkircher Klimaschutz-Arbeitskreis

Im Dezember 2016 wurde der Waldkircher Klimaschutz-Arbeitskreis gegründet. In diesem Arbeitskreis engagieren sich Bürger/innen, Stadtverwaltung und Betriebe, um Waldkircher Akteure zu vernetzen und die Bevölkerung für den Klimaschutz zu motivieren.

Bei der Gründung wurden fünf thematische Arbeitsgruppen gebildet: Bauen & Wohnen, Mobilität, Erneuerbare Energien, Gewerbe & Industrie sowie Umwelt, Ernährung & Landwirtschaft. Eine weitere Arbeitsgruppe kümmert sich um Koordination und Öffentlichkeitsarbeit.

Weitere Informationen und Termine des Klimaschutz-Arbeitskreises gibt es hier.

Wie kann der Übergang in eine postfossile, dezentrale Wirtschaft gestaltet werden?

Mit dieser wichtigen Zukunftsfrage beschäftigt sich die sogenannte Transition-Town-Bewegung („Stadt im Wandel“). Sie wird getragen von  Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiativen in vielen Städten und Gemeinden auf der ganzen Welt. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass die nationale und internationale Politik nicht entsprechend auf die Herausforderungen des Klimawandels und des bevorstehenden globalen Ölfördermaximums („Peak Oil“) reagiert und daher die Kommunen von sich aus mit vorbereitenden Maßnahmen auf knapper werdende Roh- und Treibstoffe reagieren müssen. Die von Transition Towns initiierten Gemeinschaftsprojekte umfassen Maßnahmen zur Verbrauchsreduktion von fossilen Energieträgern sowie zur Stärkung der Regional- und Lokalwirtschaft. Nähere Informationen gibt es hier.

TERMINE & VERANSTALTUNGEN

Klimaschutzkonzept

Workshop Umwelt, Ernährung, Forst- und Landwirtschaft, 18.9., 19 Uhr, Festhalle Buchholz

Der Regisseur Valentin Thun wird über Ernährung, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit referrieren. Anschließend Diskussion. Zur Einladung

Weltweiter Klimastreik am 20. September

Fridays for Future und Klimaaktionsbündnis: Großdemonstration in Freiburg, 10:00 Uhr, Platz der alten Synagoge Freiburg (vor dem Theater). Auftaktaktion in Waldkirch um 7:45 Uhr

Bitte kommt zu dieser Demo und tragt dazu bei, dass von diesem Tag ein extrem starkes Signal für den Klimaschutz ausgeht. Denn die neuesten Erkenntnisse der Klimaforschung zeigen, dass die Klimakrise sich entlang der pessimistischsten Szenarien des Weltklimarats entwickelt (s. Badische Zeitung v. 29.7.19). Energisches Handeln ist also dringender denn je! Eine starke Beteiligung am 20. September ist auch deshalb wichtig, weil an diesem Tag in Berlin das Klimakabinett tagt und Entscheidungen (z.B. über eine CO2-Abgabe) treffen will.

In Waldkirch wird zum Auftakt an der Freiburger Str./Stahlhofstr./Industriestr. unter dem Motto "Verkehr blockiert Klimaschutz" eine "Kreuzungsinspektion" stattfinden (Treffpunkt 7:45 Uhr vor der Straßenmeisterei). Damit soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass der motorisierte Verkehr in Baden-Württemberg ein Drittel der Treibhausgas-Emissionen verursacht und das CO2 aus dem Verkehr sogar noch ansteigt (s. dazu die Artikel im Anhang). Die genannte Kreuzung ist auch ein neuralgischer Verkehrsknotenpunkt in Waldkirch, der für den motorisierten Verkehr optimiert ist. Im Rahmen wirksamer Klimaschutzmaßnahmen sind hier deutliche Verbesserungen für den nicht-motorisierten Verkehr nötig (z.B. Anbindung an den geplanten Radschnellweg).

Bei der Aktion wird im Gehwegbereich der Kreuzung mit Transparenten und Plakaten auf die Klimarelevanz des Verkehrs hingewiesen. U.a. wird auf den Überwegen die Langsamkeit des Klimaschutzes veranschaulicht. Informationen zum genauen Ablauf gibt es um 7:45 Uhr direkt an der Kreuzung (also seid bitte pünktlich). Es wird bewusst keine Blockade geben, sondern allenfalls eine vermittelbare Verlangsamung des Autoverkehrs. Hauptziel ist es, Aufmerksamkeit für die weiter steigenden CO2-Emissionen aus dem Straßenverkehr zu erzeugen. An die Autofahrer werden Flugblätter verteilt. Die Aktion ist bei der Stadt angemeldet und wurde auch schon den umliegenden Firmen angekündigt, damit die betroffenen Menschen die Betriebe per Rad oder zu Fuß aufsuchen können. Die Polizei wird die Aktion absichern. 

Wie könnt ihr euch an der Kreuzungsaktion beteiligen?

- Bitte beim Ansteuern des Treffpunkts vor der Straßenmeisterei die Fußgängerampeln schon intensiv benutzen!

- Am Rand der Kreuzung Transparente (bringen wir mit) und Schilder hochhalten (bitte selbst beschriften, z.B. "Klimaschutz - viel zu langsam"; "CO2 aus Verkehr: Viel zu hoch", "CO2 aus Verkehr steigt immer noch", .......)

- Beteiligung an der langsamen Straßenüberquerung (Gehhilfen aller Art willkommen)

- Verteilung von Flugblättern an Autofahrer

Die Aktion bis ca. 8:45 Uhr dauern, dann wird ein Radkorso Richtung Freiburg aufbrechen (eine langsame Radlergruppe schon um ca. 8:30 Uhr). Kurz vor Gundelfingen werden wir uns mit einer Radgruppe aus Denzlingen zusammenschließen. Die Elztalbahn ab Batzenhäusle fährt um 9:09 bzw. 9:30 Uhr (Fußweg knapp 1 km).

Aufruf und weitere Freiburger Informationen: www.klimaaktionsbuendnis-freiburg.de

Globales CO2 über 400 ppm

Im September 2016 hat der globale CO2-Gehalt in der Atmosphäre die Schwelle von 400 ppm überschritten. Ab 450 ppm sind dramatische Folgen für das Weltklima zu erwarten.

Zum Vergleich:

Vorindustrielles Zeitalter 280 ppm

Im Jahr 2000: 370 ppm

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