Waldkircher Klimaschutz-Arbeitskreis

Im Dezember 2016 wurde der Waldkircher Klimaschutz-Arbeitskreis gegründet. In diesem Arbeitskreis engagieren sich Bürger/innen, Stadtverwaltung und Betriebe, um Waldkircher Akteure zu vernetzen und die Bevölkerung für den Klimaschutz zu motivieren.

Bei der Gründung wurden fünf thematische Arbeitsgruppen gebildet: Bauen & Wohnen, Mobilität, Erneuerbare Energien, Gewerbe & Industrie sowie Umwelt, Ernährung & Landwirtschaft. Eine weitere Arbeitsgruppe kümmert sich um Koordination und Öffentlichkeitsarbeit.

Das Jahr 2019 stand im Zeichen der Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts durch die Energieagentur Regio Freiburg. Das Klimaschutzkonzept soll am 11.3.2020 im Gemeinderat öffentlich vorgestellt werden.

Im Rahmen der Haushaltsberatungen 2020 setzte sich der Klimaschutz-AK  für die Einrichtung eines Klimaschutzmanagements zur Umsetzung des Klimaschutzkonzepts ein. Dies wird vom Bund im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative für 3 Jahre mit 65 % gefördert (für finanzschwache Kommunen sogar mit 90 %). Die AG Koordination fordert einstimmig die Einrichtung einer entsprechenden Stelle, da wir in Waldkirch einen 'Kümmerer' brauchen, der/die die komplexe Aufgabe Klimaschutz in der Verwaltung koordiniert, Fördergelder einwirbt, die Umsetzung von Maßnahmen managt und Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Wir finden, dass auch bei schwieriger Haushaltslage der erforderliche Eigenbeitrag der Stadt in der Größenordnung von ca. 30.000 €/Jahr finanzierbar sein müsste. Denn ein Klimaschutzmanagment spart Energiekosten ein, vermindert Schäden von Extremwettern, wirbt Fördergelder ein und wirkt als Konjunkturprogramm für die lokale Wirtschaft. Am 21. Januar 2020 hat der Gemeinderat beschlossen, eine Stelle für Klimaschutzmanagement in den Stellenplan 2020 aufzunehmen. Die Stelle wurde mit einer Sperre versehen, die aufgehoben werden kann, wenn das Klimaschutzkonzept beschlossen wurde und die Aufgaben der Stelle konkret definiert sind. Die Entscheidung über die Aufhebung des Sperrvermerks trifft der Gemeinderat.

Weitere Informationen und Termine des Klimaschutz-Arbeitskreises gibt es hier.

Wie kann der Übergang in eine postfossile, dezentrale Wirtschaft gestaltet werden?

Mit dieser wichtigen Zukunftsfrage beschäftigt sich die sogenannte Transition-Town-Bewegung („Stadt im Wandel“). Sie wird getragen von  Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiativen in vielen Städten und Gemeinden auf der ganzen Welt. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass die nationale und internationale Politik nicht entsprechend auf die Herausforderungen des Klimawandels und des bevorstehenden globalen Ölfördermaximums („Peak Oil“) reagiert und daher die Kommunen von sich aus mit vorbereitenden Maßnahmen auf knapper werdende Roh- und Treibstoffe reagieren müssen. Die von Transition Towns initiierten Gemeinschaftsprojekte umfassen Maßnahmen zur Verbrauchsreduktion von fossilen Energieträgern sowie zur Stärkung der Regional- und Lokalwirtschaft. Nähere Informationen gibt es hier.

TERMINE & VERANSTALTUNGEN

Globaler Klimaaktionstag am 25.9.20

von Fridays for Future

In Freiburg findet ab 10 Uhr auf dem Messegelände eine Kundgebung mit anschließendem Demonstrationszug statt. Bitte beteiligt euch zahreich. Von Denzlingen aus gibt es einen Fahrradkorso nach Freiburg (Treffpunkt 9:00 Uhr, Denzlinger Rathaus, Abfahrt vom Waldkircher Marktplatz um 8:30 Uhr).

Wegen der Corona-Pandemie

haben wir derzeit unsere offenen Treffen ausgesetzt

Globales CO2 über 400 ppm

Im September 2016 hat der globale CO2-Gehalt in der Atmosphäre die Schwelle von 400 ppm überschritten. Ab 450 ppm sind dramatische Folgen für das Weltklima zu erwarten.

Zum Vergleich:

Vorindustrielles Zeitalter 280 ppm

Im Jahr 2000: 370 ppm

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