Solidarität mit der Ukraine

07.03.22 Über russische Energieimporte finanzieren auch wir Putins Krieg (Auszug aus Rundmail des Klimaschutz-AK und BI Energiewende Waldkirch vom 28.2.22)

Der Krieg, den Russland mit dem brutalen Überfall auf die Ukraine in Europa begonnen hat, erschüttert auch uns. Wir wünschen den Menschen in der Ukraine, dass sie eine Besetzung ihres Landes verhindern und ihre Freiheit und Demokratie behaupten können. Und wir hoffen, dass die russische Bevölkerung nicht auf Dauer über die wahren Kriegsereignisse in der Ukraine getäuscht werden kann und sie dem immer diktatorischer auftretenden Putin-Regime die Legitimation für diesen Krieg verweigert.

Der Krieg in der Ukraine öffnet uns aber auch die Augen dafür, dass wir über unsere russischen Gas- und Ölimporte Putins Krieg mitfinanzieren. Damit muss endlich Schluss sein. In vielen Gebäuden können wir als Sofortmaßnahme die Raumtemperaturen senken und weniger Räume beheizen. Wir müssen umgehend die Wärmewende einleiten, und fossile Heizsysteme durch Wärmepumpen und Pelletheizungen, möglichst eingebunden in Nahwärmenetze, ersetzen. Zur Deckung des nötigen Strombedarfs müssen dringender denn je  die erneuerbaren Energien ausgebaut werden. Die Windenergie auch aus dem Schwarzwald ist dabei unverzichtbar, um künftig in den sonnenarmen Wintermonaten ausreichend Strom für Wärmepumpen und die E-Mobilität zu gewinnen. Der Weiterbetrieb der letzten drei AKW würde wegen des schon fortgeschrittenen Abschaltprozesses und der ungelösten Atommüllfrage zu große Sicherheitsprobleme aufwerfen, und sie sind aufgrund ihrer schlechten Regelbarkeit im Stromnetz auch nicht mit Erneuerbaren kompatibel.

Die Klimakatastrophe wird sich während dieses Krieges ungebremst weiter entwickeln. Wir fürchten, dass aber die weltweiten Klimaschutzanstrengungen durch diesen Krieg (z.B. durch erhöhte Rüstungsausgaben zulasten des Klimaschutzes) einen schweren Rückschlag erleiden. Auf Waldkircher Ebene werden wir deshalb unser Engagement unbeirrt fortsetzen.

#standwithukraineelztal:  Jeden Do bis Ostern jeden Donnerstag, 18 Uhr, Marktplatz Waldkirch. Kontakt: swue@online.de (Bitte auch Tagespresse beachten)

Offener Brief an MP Kretschmann nach Task-force Windkraft-Ankündigung

30.10.21 Verfahrensbeschleunigung in Verwaltungsgemeinschaft Waldkirch-Gutach-Simonswald dringend nötig

Am 26.10.21 haben Ministerpräsident Kretschmann und Umweltministerin Walker die Einrichtung einer Taskforce angekündigt, um den Ausbau der erneuerbaren Energien radikal zu beschleunigen (https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/task-force-windkraft-bw-100.html).

Wir haben auf diese Ankündigung gemeinsam mit weiteren Initiativen aus dem Zweitälerland reagiert. In einem offenen Brief an Ministerpräsident Kretschmann und Umweltministerin Walker haben wir die extrem langwierige Flächennutzungsplanung in unserer Verwaltungsgemeinschaft geschildert und um Unterstützung einer Verfahrensbeschleunigung gebeten.

Waldkircher Klimaschutz-Arbeitskreis

Im Dezember 2016 wurde der Waldkircher Klimaschutz-Arbeitskreis gegründet. In diesem Arbeitskreis engagieren sich Bürger/innen, Stadtverwaltung und Betriebe, um Waldkircher Akteure zu vernetzen und die Bevölkerung für den Klimaschutz zu motivieren.

Bei der Gründung wurden fünf thematische Arbeitsgruppen gebildet: Bauen & Wohnen, Mobilität, Erneuerbare Energien, Gewerbe & Industrie sowie Umwelt, Ernährung & Landwirtschaft. Eine weitere Arbeitsgruppe kümmert sich um Koordination und Öffentlichkeitsarbeit.

Das Jahr 2019 stand im Zeichen der Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts durch die Energieagentur Regio Freiburg. Das Klimaschutzkonzept wurde am 11.3.2020 im Gemeinderat öffentlich vorgestellt.

Im Rahmen der Haushaltsberatungen 2020 setzte sich der Klimaschutz-AK  für die Einrichtung eines Klimaschutzmanagements zur Umsetzung des Klimaschutzkonzepts ein. Dies wird vom Bund im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative für 3 Jahre mit bis zu 100 % gefördert, die Förderung kann bei einem niedrigeren Fördersatz nochmal um 2 Jahre verlängert werden. Die AG Koordination fordert die Einrichtung einer solchen Stelle, da wir in Waldkirch einen 'Kümmerer' brauchen, der/die die komplexe Aufgabe Klimaschutz in der Verwaltung koordiniert, Fördergelder einwirbt, die Umsetzung von Maßnahmen managt und Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Auch bei schwieriger Haushaltslage müsste der erforderliche Eigenbeitrag der Stadt in der Größenordnung von ca. 30.000 €/Jahr finanzierbar sein,denn ein Klimaschutzmanagment spart Energiekosten, vermindert Schäden von Extremwettern, wirbt Fördergelder ein und wirkt als Konjunkturprogramm für die lokale Wirtschaft.

Am 21. Januar 2020 hat der Gemeinderat grundsätzlich, aber mit Sperrvermerk beschlossen, eine Stelle für das Klimaschutzmanagement in den Haushaltsplan 2020 aufzunehmen. Der Sperrvermerk wurde dann in der Gemeinderatssitzung am 23.9.20 aufgehoben und so der Einrichtung eines Klimaschutzmanagements zugestimmt.

Im Juni 2021 nahm der Klimaschutz-AK in einem Beitrag für die Badische Zeitung kritisch Stellung zum blockierten Flächennutzungsplanverfahren in der Verwaltungsgemeinschaft Waldkirch-Gutach-Simonswald (hier die Stellungnahme im Originalwortlaut).

Weitere Informationen und Termine des Klimaschutz-Arbeitskreises gibt es hier.

Wie kann der Übergang in eine postfossile, dezentrale Wirtschaft gestaltet werden?

Mit dieser wichtigen Zukunftsfrage beschäftigt sich die sogenannte Transition-Town-Bewegung („Stadt im Wandel“). Sie wird getragen von  Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiativen in vielen Städten und Gemeinden auf der ganzen Welt. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass die nationale und internationale Politik nicht entsprechend auf die Herausforderungen des Klimawandels und des bevorstehenden globalen Ölfördermaximums („Peak Oil“) reagiert und daher die Kommunen von sich aus mit vorbereitenden Maßnahmen auf knapper werdende Roh- und Treibstoffe reagieren müssen. Die von Transition Towns initiierten Gemeinschaftsprojekte umfassen Maßnahmen zur Verbrauchsreduktion von fossilen Energieträgern sowie zur Stärkung der Regional- und Lokalwirtschaft. Nähere Informationen gibt es hier.

TERMINE

Wegen der Corona-Pandemie

haben wir derzeit unsere offenen Treffen ausgesetzt

Globales CO2 über 400 ppm

Im September 2016 hat der globale CO2-Gehalt in der Atmosphäre die Schwelle von 400 ppm überschritten und stieg bis 2020 weiter auf 413 ppm an.. Ab 450 ppm sind dramatische Folgen für das Weltklima zu erwarten.

Zum Vergleich:

Vorindustrielles Zeitalter 280 ppm

Im Jahr 2000: 370 ppm

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