Pumpspeicherwerk Atdorf:
Ist dieser Speicher nötig?
Eine eigens für den geplanten Pumpspeicher Atdorf erstellte Studie habe ergeben, dass der Speicher ab 2030 mit gerade mal einem Prozent seiner Arbeit zur Speicherung erneuerbarer Energien beitragen könne, die sonst verloren ginge, so der Schwarzwaldverein.
Es gäbe vielmehr handfeste wirtschaftliche Interessen an dem Speicher. Eine Anfrage der Grünen an die Bundesregierung habe ergeben, dass nicht in die Verwendung der Pumpspeicherkapazitäten eingegriffen werden soll. „Damit würde der marktgetriebene und betriebswirtschaftlich motivierte Einsatz von Pumpspeicherwerken außer Kraft gesetzt.“ lautete die Begründung der Bundesregierung.
Der marktgetriebene Einsatz könne sogar trotz inländischer Stromüberschüsse – beispielsweise durch starkes Windaufkommen – zu weiteren Stromimporten billigen Atomstroms aus dem Ausland führen. Denn den Betreibern der Speicher sei es egal, ob es im Inland Stromüberschüsse gäbe oder nicht. „Sie kaufen den billigsten Strom, egal woher,“ so der Schwarzwaldverein.
Es gäbe zwischenzeitlich genügend Möglichkeiten, den Verbrauch mit den erneuerbaren Energien in Einklang zu bringen. Beispielsweise Lastmanagement und intelligente Netze. Die eigentliche Herausforderung stelle die Speicherung über Wochen und Monate dar. Hier sei die Methanisierung, also die Umwandlung von Strom in Methan, in Kürze marktverfügbar. Das Methan werde in die bereits vorhandenen Erdgasnetze und -speicher geleitet. Das Gas könne in Gaskraftwerken wieder verstromt und ganz Deutschland zwei Monate lang versorgt werden (220.000 GWh.)
Zusatz von uns: Der Atdorf-Speicher wäre bereits nach wenigen Stunden leer und versorgte in dieser Zeit einen kleinen Teil von Baden. (13 GWh) • hjk • Quelle
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