Stromüberschuss-Rekord in 2012
Deutschland bleibt trotz des Atomausstiegs Strom-Exportland. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, betrug der Überschuss 22,8 Terrawattstunden (TWh). Das entspricht der Jahresproduktion von mehr als zwei Atomkraftwerken. Das Land nahm durch den Stromexport 1,4 Milliarden Euro ein. Die wichtigsten Abnehmer waren die Nachbarländer Schweiz, Österreich und die Niederlande. Nach der Katastrophe von Fukushima waren 2011 acht von 17 deutschen Atomkraftwerken stillgelegt worden.
Der Anteil erneuerbarer Energieträger an der Deckung des Stromverbrauchs betrug 2012 fast 23 Prozent (2011: 20,5 %). Mehr unter Atomenergie. • hjk
„Hiroshima ist überall“
Offshore-Windstrom überbewertet
Windkraft im Meer wird bisher wesentlich höher gefördert mit dem Argument, es würde vor der Küste nicht nur mehr Strom erzeugt, sondern auch verlässlicher, da der Wind häufiger wehe.
Eine Studie der Stiftung „100 Prozent erneuerbar" stellt diese Einschätzung in Frage. Die Autoren haben an 37 Standorten Winddaten ausgewertet. Sie kommen zu dem Schluss, dass an Land der Wind verlässlicher und gleichmäßiger weht. Außerdem gäbe es ein „Ausgleichspotenzial": wenn es im Norden wenig Wind hat, weht er meist im Süden stark und umgekehrt. • hjk
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Die Schwierigkeiten mit der Nachhaltigkeit
In der Sendung „Aus Kultur- und Sozialwissenschaften“ des Deutschlandfunk wurden die Schwierigkeiten mit der Nachhaltigkeit bei unverändertem Wachstumstreben eingehend beleuchtet.
„Es ist bis heute noch nie gelungen, Kraft technischen Fortschritts wirtschaftliches Wachstum von ökologischen Schäden zu befreien. Jedes Wachstum geht einher mit zusätzlichen Umweltschäden." Niko Paech ist Professor für Produktion und Umwelt an der Universität Oldenburg.
„Wir würden sagen, es kommt darauf an, anschaulich zu machen, dass ein anderes Leben mehr Lebensqualität bietet, besser ist als das, was im Moment angeboten wird.“ Harald Welzer, Sozialpsychologe. • hjk
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Der nukleare GAU ist wahrscheinlicher als bisher angenommen
Katastrophale nukleare Unfälle wie die Kernschmelzen in Tschernobyl und Fukushima sind häufiger zu erwarten als bislang angenommen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz haben anhand der bisherigen Laufzeiten aller zivilen Kernreaktoren weltweit und der aufgetretenen Kernschmelzen errechnet, dass solche Ereignisse im momentanen Kraftwerksbestand etwa einmal in 10 bis 20 Jahren auftreten können und damit 200 mal häufiger sind als in der Vergangenheit geschätzt.
Zudem ermittelten die Forscher, dass die Hälfte des radioaktiven Cäsium-137 bei einem solchen größten anzunehmenden Unfall mehr als 1.000 Kilometer weit transportiert würde. Die Ergebnisse zeigen, dass Westeuropa – inklusive Deutschland – wahrscheinlich einmal in etwa 50 Jahren mit mehr als 40 Kilobecquerel radioaktivem Cäsium-137 pro Quadratmeter belastet wird. Ab dieser Menge gilt ein Gebiet laut der Internationalen Atomenergie Behörde IAEA als radioaktiv kontaminiert. Die Forscher fordern aufgrund ihrer Erkenntnisse eine tiefgehende Analyse und Neubetrachtung der Risiken, die von Kernkraftwerken ausgehen.
Im weltweiten Vergleich tragen die Bürger im dicht besiedelten Südwestdeutschland durch die zahlreichen Kernkraftwerke an den Grenzen von Frankreich, Belgien und Deutschland das höchste Risiko einer radioaktiven Verseuchung.
Die komplette englische Fassung des Artikels (10 MB) gibt es hier. • ws
Achse der Atomkraft
Die britische Regierung hält Atomkraft für so unverzichtbar, dass sie künftig gefördert werden soll wie Windkraft oder Solarzellen. Das ist nichts anderes als ein Eingeständnis, dass Atomkraft kommerziell nicht konkurrenzfähig ist. Früher erzählte man den Briten noch, Atomkraft sei too cheap to meter – zu billig, um den Preis überhaupt messen zu können. Die Milliarden flossen versteckt, wie in Deutschland, etwa durch Steuererleichterungen. Jetzt werden die Kosten transparenter, denn die EU duldet keine versteckten Subventionen mehr. Den alternativen Energien nutzt das allerdings nichts.
Hinter der Förderung steckt vor allem der französische Staatskonzern EDF. Der ist das derzeit einzige Unternehmen, das die Kapitalkraft für neue Atomkraftwerke auf der Insel aufbringen kann. Damit wird nicht nur die britische Regierung erpressbar. Laut einem Bericht des Guardian arbeiten Experten der EDF sogar kostenlos direkt im britischen Energieministerium – und schreiben sich die Gesetze selbst.
Die Folge: Großbritannien und Frankreich bilden eine Achse für Atomkraft in der EU, der sich Tschechien und Polen anschließen. Welchen Sinn macht ein deutscher Atomausstieg, wenn Nachbarländer Atomkraft als Energie für das nächste halbe Jahrhundert zementieren? Von Seiten des deutschen Vertreters in der EU-Kommission, dem für Energie zuständigen Günther Oettinger, ist dazu nichts zu erwarten. Der ärgert sich lieber über den deutschen Ökosonderweg und definiert Atomkraft als Norm.
Würde jedoch die Bundesregierung die Energiewende ernst nehmen, würde sie längst versuchen, ein Gegengewicht zur Atomfront aufzubauen – mit Ländern wie Italien oder Österreich. Doch davon ist bisher rein gar nichts zu sehen.
Die Energiewende-Wender
Die Pirouette der Kanzlerin nach dem japanischen Atomdesaster nährte die Hoffnung, das Ende des Atomzeitalters sei endlich gekommen. Zu früh gefreut. Ein einflussreicher Atomkern unter den Regierungspolitikern arbeitet gegen die eigenen Beschlüsse zum Atomausstieg und zur Energiewende.
Volltext anzeigenEU-Staaten fordern Subventionen für Atomstrom
Frankreich, Großbritannien, Polen und Tschechien wollen neue AKW bauen und fordern, dass die EU die Atommeiler als „emissionsarm“ genauso fördert wie erneuerbare Energien.
Volltext anzeigenDiese Webpräsenz entsteht mit freundlicher Unterstützung von elzwerk in Waldkirch: www.elzwerk.de
Vielen Dank an Edeltraud Volk fürs Titelbild!
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Klimaschutz-Party. Nicht reden, handeln!
CDU stimmte in Brüssel für Export von Atommüll
„Niemand hat die Absicht, deutschen Atommüll ins Ausland zu exportieren — daran wollten Angela Merkel und Peter Altmaier (CDU) keinerlei Zweifel aufkommen lassen …“ berichtet heute Die Tageszeitung. Weiterlesen
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Strompreiserhöhungen zum Jahreswechsel: Einfach wegsparen
Zum Jahreswechsel erhöhen die meisten Stromversorger in Deutschland ihre Strompreise. In den meisten Privathaushalten gibt es jedoch noch genug Möglichkeiten, diese Preiserhöhungen durch einen geringeren Stromverbrauch zu kompensieren. Zahlreiche Tipps dazu gibt es in der Schönauer Energiespar-Broschüre.
Panne in Fessenheim
Das AKW Fessenheim hat erneut eine Panne gemeldet. Wie die Pressestelle des Kraftwerks am Donnerstag mitteilte, ereignete sich der Vorfall bereits am 28. Mai. Beim Wiederhochfahren des Block 2 sei festgestellt worden, dass 8 der 48 Steuerstäbe in einer „leicht niedrigeren Position“ waren. Steuerstäbe dienen dazu, die Leistung des Reaktors zu regulieren — vor allem beim An- und Abschalten. Die französische Behörde für Atomaufsicht ASN stufte die Anomalie auf Stufe 1 der achtstufigen Störfallskala INES ein. •hjk
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Aktion: Regierungspräsidium wegen Katastrophenschutzplan anschreiben
Es werden nun noch weitere Unterzeichner gesucht. Eine Beteiligung ist jederzeit möglich. Ggf. auch auf das vom Max-Planck-Institut Mainz ermittelte hohe Risiko in Südwestdeutschland hinweisen (s. Bericht auf dieser Seite). Ein Musterbrief steht hier.
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Lumen — äh, watt?
Große Verwirrung vor den Regalen mit Energiesparlampen. In der Glühlampenzeit haben wir uns beim Einkauf von Leuchtmitteln immer an der Leistungsaufnahme in Watt orientiert. Das funktioniert nicht mehr.
Volltext anzeigenDie Energiewende aktiv voranbringen!
Bürgerbeteiligungen an dezentralen erneuerbaren Energien bieten u.a. folgende Organisationen an:
Energiegenossenschaft Biederbach-Elztal
Aber bitte nicht vergessen: Jede eingesparte kWh bringt ökologisch mehr als eine regenerativ erzeugte kWh!/ws
Das AKW Fessenheim: Die größte zivilisatorische Bedrohung am Oberrhein
Waldkirch ist in der Hauptwindrichtung 35 km vom Kraftwerk entfernt. Im Fall einer Atomkatastrophe dürften wir je nach Wetterverhältnissen innerhalb oder knapp außerhalb der Evakuierungszone liegen. Fukushima lehrt uns aber, dass auch an die Evakuierungszone angrenzende Gebiete deutlich erhöhte Strahlenbelastungen aufweisen, die durch Anhebung der Grenzwerte für unbedenklich erklärt werden. Damit werden auch Entschädigungsansprüche abgewehrt. Der neue französische Präsident Hollande hat vor seiner Wahl angekündigt, Fessenheim 2017 stillzulegen. Um diesen Prozess zu beschleunigen ist weiterer Druck aus der Bevölkerung nötig.
Weitere Informationen gibt es bei:
Stadtwerke Gengenbach
Seit 1. April 2010 mit Ökostrom aus Schönau
TERMINE & VERANSTALTUNGEN
Unser nächstes offenes BI-Treffen
MEDIEN TIPPS
Alles im Griff?
Ein erschütternder Blick auf auf die Motivation der Beschäftigten in Atomkraftwerken. Heute werden in Frankreich 80 Prozent der Wartungsarbeiten an Subunternehmer vergeben — an die billigsten. Gewissenhafte Leute werden entlassen und gemobt. Ein Film bei Arte.
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Wahlkampf unter Strom
Die Bundesregierung beharrt auf einer Strompreisbremse, die Opposition fordert ein Einlenken in Richtung erneuerbarer Energien. So wird der kommende Energiegipfel kaum Annäherung bringen. Die Energieversorger schaffen derweil mit neuen Kohlekraftwerken Fakten gegen die Ökoenergien. Info, Text, Ton
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Böen ins Netz!
Die Energiepolitik in Berlin bietet derzeit das Bild vom Zauberkünstler, der die Geister nicht mehr los wird, die er rief: Vor einem Jahr läutete die konservative Regierung die Energiewende ein, indem sie die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke zurücknahm. Seitdem ist klar: Schon die nahe Zukunft gehört den Erneuerbaren. Zur Sendung und vielen weiterführenden Links
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App gegen Fahrradklau
Ein Sensor am Rad meldet bereits verdächtige Bewegungen des Fahrreds auf das Smartphone. Ein zweiter Alarm geht raus, wenn sich das Rad vom Fleck bewegt. Dann wird aufgezeichnet, wohin der Dieb das Rad bringt. Näheres bei Umwelt und Verbraucher im DLF.
Online-Protest gegen Wasser-Privatisierung
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