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Energiekonzept der Bundesregierung

25.03.11 Im „Herbst der Entscheidungen“ haben CDU und FDP ihr „Ener­gie­konzept“ vorgestellt, das die Laufzeitverlängerung der AKW begründen sollte. Von „Revolution“ war die Rede, die Ener­gie­ver­sor­gung sei „auf eine langfristig tragfähige Grundlage ge­stellt“. Mappus forderte noch wesentlich längere Laufzeiten und den Rücktritt von Röttgen, weil der das nicht wollte.

Keine sechs Monate später ist alles Müll. Plötzlich lassen sich sieben AKW abschalten, ohne dass Probleme auftreten würden. Deutsch­land ex­por­tiert lediglich weniger Strom.

Wir sind also wieder zurück im Jahr 2009. Damals waren auch sieben AKW monatelang vom Netz oder liefen auf Minimalleistung. Zum Teil, weil ihnen sonst die Rest­lauf­zeiten ab­han­den gekommen wären. Zum Teil, weil sie außer Pannen nichts vernünftiges zu Wege brachten.

Schwarz-Gelb brauchte ein Jahr für ihr Energiekonzept. Jetzt sind wir wieder da, wo wir vor Schwarz-Gelb waren. Dabei war „Energiekonzept“ das einzige, was Peter Weiß (MdB CDU) zu dem Thema einfiel, als er neben Lammert, umringt von Atomkraftgegnern, in die Presse-Kameras lächelte. Auch Peter Weiß hatte im „Herbst der Entscheidungen“ im Bundestag für längere Lauf­zeiten ge­stimmt.

„Vertrauen, Verantwortung, Verlässlichkeit“ steht auf den Wahlplakaten der CDU — und klingt wie Hohn. Denn das Energiekonzept von Rot-Grün, das den Ausstieg aus der Atomenergie regelte, würde noch heute funktionieren.

Ein Kommentar zu Merkels Kehrtwenden von Sabine Adler, Deutschlandfunk.