zurück

AKW sind sicher –
und die Erde ist eine Scheibe

14.03.11 Die Tragödie in Fukushima mahnt ein schnelles Ende die­ser Dino­sau­rier­technik an. 25 Jahre nach Tschernobyl erlebt die Welt ein weiteres Atomdesaster. Bei den vielen Unfällen dazwischen hatten wir einfach nur sehr viel Glück: Forsmark, Krümmel, Fessenheim …

Kanzlerin Merkel will alle AKW überprüfen. Mappus und Gönner schicken ihre Inspektoren aus. Man fragt sich: was haben die vorher gemacht? Unsere AKW waren doch sicher! Nach dieser Prüftour werden sie uns weiß machen wollen,  mit ein paar zusätzlichen Halte­bügeln oder Batterien sei alles gut.

Der aktuellste Vorschlag von Merkel ist ein Moratorium (eine Aufschiebung) für Laufzeitverlängerung. Wie das Amen in der Kirche wird nach den Landtagswahlen dieses Moratorium mit fadenscheinigen Erklärungen aufgehoben werden.

Nein. Wir werden uns der Atomlobby in Bund und Land entgegenstellen. Wir werden am 27. März die Atom­befür­worter in Stuttgart (von Schwehr bis Mappus) abwählen!  Und wir müssen uns von Strom­ver­sor­gern abwenden, die sich mit Atomstrom goldene Nasen verdienen. Volksabstimmung an der Stechdose.

Der Atomprotest am Samstag mit 60.000 Teil­nehmern war erst der Anfang. Der GAU in Fukushima rüttelt jetzt viele Menschen wach, denn Fukushima zeigt: das „Restrisiko“ ist real, die Katastrophe kann täglich passieren. Wir wollen uns nicht von unseren Kindern einmal vorwerfen lassen: warum habt ihr nichts dagegen getan?

Fukushima 1 sollte eigentlich nach 40 Betriebsjahren Ende diesen Monats endgültig abgeschaltet werden. Wir wollen nicht, dass wir uns — wie jetzt die Japaner in Fukushima — einmal fragen müssen, warum haben wir die Dinger nicht vor dem Unfall abgeschaltet.

Wir lassen uns jetzt nicht mehr beschwichtigen oder für dumm verkaufen. Wir wollen kein Restrisiko mehr. 
Jetzt lassen wir nicht mehr locker: Wir fordern eine vollständige Rücknahme der Laufzeitverlängerung! 

Um einen Eindruck zu bekommen, was derzeit im AKW Fukushima 1 ablaufen mag, hier ein eindrücklicher Bericht von Sabine Adler über  einen Betriebs-Ingenieur des AKW Tschernobyl zum Zeitpunkt der Katastrophe des Block 4: Deutschlandfunk • hjk