Wem nützt der Sarkophag von Tschernobyl?
Konstantin Tschetscherow, ein Wissenschaftler des Kurtscharow-Instituts für Kernforschung in Moskau, hat den zerstörten Reaktor mehrfach gründlich untersucht. Dass noch 200 Tonnen Kernbrennstoff in der Ruine lagern, bezweifelt er, entsprechende Strahlenwerte konnte er nicht messen. Doch wo ist das Material geblieben?
Seine Theorie: Im Laufe des Unglücks von 1986 kam es zu einer Explosion, die nahezu das gesamte Brennmaterial aus dem Reaktor schleuderte und in der Umwelt verteilte. Tschetscherow vermutet noch höchstens vier bis fünf Prozent des Materials in der Reaktorruine.
Aber wofür wird dann der neue 550-Millionen-Sarkophag gebraucht, was soll in ihm begraben werden?
Wer hat die internationalen Regierungen eigentlich bei ihren Geldzusagen beraten?
Wirklich unabhängige Untersuchungen hat es in Tschernobyl jedenfalls nie gegeben.
Der Deutschlandfunk hat die Fakten in einem Feature am 4. 10. zusammengetragen. Hier kann man die Sendung nachhören.
Diese Videos scheinen die Zweifel zu bestätigen. Sie zeigen ein leeres Reaktorgefäß: Aufnahmen noch während des Brandes und danach.
