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Wieso Laufzeitverlängerung?
Die Fakten sprechen für Verkürzung!
Im so genannten Atomkonsens wurde nach sehr schwierigen Verhandlungen 2000 vereinbart, dass sämtliche AKW in Deutschland nach einer bestimmten Reststrommenge außer Betrieb gehen sollen. Diese Regelung soll die Zeit überbrücken, bis die Atomenergie durch Erneuerbare Energie (EE) allmählich ersetzt werden kann. Die damals noch 19 AKW sollten als Brückentechnologie noch weiter laufen, aber nach und nach vom Netz gehen, bis 2023 schließlich das letzte AKW abgeschaltet würde.
Seither wurden die Prognosen, wie schnell der Marktanteil der EE steigen würde, ständig erhöht. Die Realität hat die Voraussagen regelmäßig übertroffen, wir haben Strom im Überfluss. Inzwischen ist Deutschland Stromexport-Weltmeister. Das bedeutet, dass wir die Atomkraftwerke schneller abschalten könnten als im Atomkonsens vereinbart. Doch dies ist mit den Atomkonzernen kaum auszuhandeln.
Umso unverschämter ist jetzt der Versuch, die Laufzeiten der AKW sogar über den Atomkonsens hinaus verlängern zu wollen. Natürlich träumen die Atomkonzerne davon, Milliarden-Profit einzufahren ohne das Geschäftsmodell ändern zu müssen. Aber dass sich Schwarz-Gelb nicht entblöded, nach der Hotelbranche auch noch der Atom-Lobby willfährig zu werden, stellt diese Regierung nun endgültig bloß. Denn hier geht es nicht nur um Milliarden, sondern obendrein um die Bedrohung durch altersschwache Reaktoren oder Terrorangriffe und um Tausende zusätzliche Tonnen Atommüll für 30.000 zukünftige Generationen — ohne jede energietechnische oder volkswirtschaftliche Notwendigkeit.
Nein, es gibt keinen Grund, die AKW-Laufzeiten über die vereinbarten Zeiten hinaus zu verlängern. Keines der vielen Gutachten geht bisher davon aus, dass dies notwendig werden könnte. Und sollten wir in 10 Jahren feststellen, es reicht wider Erwarten doch noch nicht ganz, kann man für die dann noch laufenden 5 AKW immer noch eine Laufzeitverlängerung vereinbaren mit den Betreibern. Es gibt keinen Grund, dies heute schon zu tun.
Davon völlig unabhängig muss die Einführung einer Brennelementesteuer die Atomkonzerne endlich an den Entsorgungskosten des strahlenden Mülls beteiligen. Angesichts der Milliardengewinne wäre es unerträglich, sollten die enormen Entsorgungskosten am Steuerzahler hängen bleiben. hjk
Mehr zum Thema
Hintergründe bei ZDF Frontal21 vom 13. 7. 2010
Kommentar im Deutschlandfunk am 27. 8. 2010
Liste der Atomkraftwerke mit Laufzeiten und weiteren Daten
Bundesregierung hält Bericht zur Versorgungssicherheit zurück
Greenpeace klagt jetzt gegen die Bundesregierung. „Schon der Bericht aus 2008 kommt zu dem Schluss, dass die Versorgungssicherheit auch bei einem Atomausstieg bis 2020 gewährleistet ist. Es ist zu vermuten, dass der Bericht 2010 aus politischen Gründen zurückgehalten wird, um den vorgesehenen und möglichen Verzicht auf die weitere Nutzung der Atomenergie nicht noch deutlicher zu machen,“ so Greenpeace in der Klageschrift.
Mal richtig abschalten
Unter diesem Motto fand eine Anti-Atom-Aktion von Campact in Freiburg statt: schalten wir im Wahlkreis Freiburg mit möglichst vielen Menschen auf Liegestühlen und Badetüchern „mal richtig ab“ – sehr zur Verwunderung der Passant/innen. Auf ein Signal hin sprangen alle auf und entfalteten Plakate mit der Aufforderung: „FDP + CDU Freiburg: Atomkraft abschalten!“. Zeitgleich fanden bundesweit in rund 40 Städten weitere Aktionen statt. Nähere Infos unter: www.campact.de und Beitrag im Radio Dreyeckland
Rote Laterne für die Landesregierung
BZ 2. 8. 10: WALDKIRCH. Etwa 1500 Demonstranten, darunter auch einige Aktive der Bürgerinitiative Energiewende, kamen am Samstag vor einer Woche nach Stuttgart, um vor dem Umweltministerium gegen die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken und für den Ausbau regenerativer Energiequellen zu demonstrieren.
Glaubst du das wirklich?
Das Faltblatt kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden.
Hubschrauber-Absturz nahe dem Atomkraftwerk Biblis in Südhessen
Gefährlicher Störfall in Fessenheim
Rückenwind für Windenergie
Mehr Informationen hier.
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100 % Erneuerbare Energien bis 2050
Dies ist eine Kernaussage des jüngsten Gutachtens des Sachverständigenrats der Bundesregierung für Umweltfragen. Das Gutachten steht hier.
AKW Fessenheim
Detaillierte Informationen finden Sie beim BUND Freiburg
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ATOMAUSSTIEG!
1 Million € pro Tag pro abgeschriebenem Alt-AKW ist das einzige, was die AKW-Betreiber und neuerdings die Regierung interessieren. Ein riskantes Spiel. Keines der 17 AKWs in Deutschland würde heute noch eine Betriebsgenehmigung erhalten. Schon gar nicht alte Schrottmeiler wie Krümmel oder Philippsburg!
Brisante Informationen zum "Ausstieg aus dem Ausstieg" stehen in einem internen CDU-Strategiepapier der Ministerpräsidenten Oettinger und Koch aus dem Herbst 2009. Hier werden auch erhebliche Sicherheitsmängel und rechtliche Probleme thematisiert. Das Papier kann seit dem 18.2.10 auf der Greenpeace-Webpage eingesehen werden. • hjk/ws
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Unser nächstes BI-Treffen
Schwerpunktthema wird diesmal der von der schwarz-gelben Koalition neu entfachte Konflikt um die Nutzung der Atomkraft und die damit drohende Schwächung der erneuerbaren Energien sein.
Samstag, 18. September 2010
Berlin
Atomkraft:
Schluss jetzt!
Großdemo in Berlin
Im September will die Bundesregierung einen neuen Anlauf starten, die Laufzeitverlängerung in den Bundestag zu bringen und dort beschließen zu lassen.
Hier gilt es erneut zu zeigen, dass wir einer Laufzeitverlängerung dieser todbringenden Technologie nicht zustimmen, dass die Anti-Atom-Bewegung stark ist und immer stärker wird.
Von Basel aus fährt ein Sonderzug. Anmeldung über www.ausgestrahlt.de

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