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Hubschrauber-Absturz nahe dem Atomkraftwerk Biblis in Südhessen

03.02.10 Am 3. Fe­bru­ar stürzte ein Hub­schrau­ber der US-Armee bei Nebel und Dunkel­heit in einen Wald an der Auto­bahn A5 südlich der Ausfahrt Lorsch, etwa 12 bis 15 Kilometer vom AKW Biblis entfernt.

Direkt nach dem Unglück, bei dem alle drei Insassen ums Leben gekommen sind, verhängte die US-Armee eine Nach­richten­sperre und erklärte das Gebiet um die Absturzstelle zum militä­rischen Sperr­gebiet. Bis heute ist die Ursache des Absturzes des Hubschraubers vom Typ „Black Hawk“ nicht öffentlich bekannt.

In seltener Einmütigkeit, oder weil alle unreflektiert die Agentur­meldung kopiert hatten, blieb in fast allen Presse­meldungen die Nähe der Absturzstelle zum AKW Biblis unerwähnt. Gerade diese Tatsache ist allerdings besonders brisant, weil die Reaktor­kuppel des Block A des AKW Biblis mit seinen nur etwa 60 Zentimetern Stärke lediglich für den Absturz eines kleinen Sportflug­zeug ausgelegt ist. Der Block B ist nicht viel besser geschützt, ganz zu schweigen von Nebengebäuden, in denen sich wichtige Notsysteme befinden.

Der Hubschrauber „Black Hawk“ ist kein Leichtgewicht. Er hat ein maximales Startgewicht von knapp 10 Tonnen und eine maximale Geschwindigkeit im Horizontalflug von knapp 300 km/h. • hjk

Biblis umzingeln: Eine Aktion der süddeutschen Anti-AKW-Bewegung zum Tschernobyl-Jahrestag am Samstag, dem 24. April 2010

Es ist an der Zeit, ein unübersehbares Zeichen zu setzen. Das wollen wir zwei Tage vor dem Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe tun. Als Teil der bundesweiten Proteste werden bei der zentralen süddeutschen Anti-Atom-Aktion tausende Menschen auf die Straße gehen. Nähere Informationen hier

Für Südbaden soll ein Sonderzug organisiert werden. Anmeldung ist bis zum 21. März möglich. Informationen beim BUND Südlicher Oberrhein.